Neben den oben genannten Änderungen der Verjährungsfristen enthält die Verjährungsänderung zahlreiche weitere Änderungen. Einige davon sind wie folgt aufgeführt: In der parlamentarischen Resolution der Differenzen im ersten Halbjahr 2018 einigten sich die Räte schließlich auf die Lösung des Nationalrats, d.h. eine Verlängerung der Verjährungsfrist für Personenschäden auf 20 Jahre ohne besondere Übergangsbestimmungen für bereits verjährte Fälle. Die neue Bestimmung gilt für Schäden, die aus außervertraglicher und vertraglicher Haftung (neue Artikel 60(1bis) und 128a CO) entstehen. Darüber hinaus kann die überarbeitete Verjährungsfrist Unternehmen und Einzelpersonen zwingen, über Ereignisse zu streiten, die sich 20 Jahre in der Vergangenheit ereignet haben. Sollten ihre Archive nicht 20 Jahre zurückreichen, können sie ihre Fälle möglicherweise nicht nachweisen. Die Schweizerische Ärztekammer (FMH) empfiehlt Ärzten daher, die Krankengeschichte ihrer Patienten 20 Jahre lang aufzubewahren, insbesondere wenn sie mit Klagen wegen Amtsmissbrauchs rechnen müssen. In der Leitentscheidung des Bundesgerichtshofs ATF 106 II 134 von 1980 musste der Fall eines Uhrmachers, der in den 1940er und 1950er Jahren ionisierender Strahlung bei der Arbeit ausgesetzt war, geprüft werden. Erst 18 Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zeigten sich die gesundheitlichen Folgen. Der Arbeitnehmer verklagte den ehemaligen Arbeitgeber 1976 auf Schadenersatz. Sie argumentierte, dass der Arbeitgeber es versäumt habe, Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die zehnjährige n. Chr. und Vertragsrecht unabhängig davon, ob der Geschädigte von einer Forderung Kenntnis hat oder nicht, in Kraft treten. Der Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass bei vertraglichen und unerlaubten Ansprüchen von Arbeitnehmern die verjährte Verjährungsfrist von zehn Jahren beginnt, wenn die dem Arbeitgeber obliegenden Sicherheitsmaßnahmen weggelassen werden, spätestens jedoch zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, und daher die Ansprüche als verjährt ansah. Gerichte können einstweilige Entscheidungen, Rechts- oder Teilentscheidungen treffen. Vorläufige Entscheidungen werden in der Regel über die Zuständigkeit eines Gerichts oder Fragen der Verjährung entscheiden.